Hier lockt Kultur - Aktuelle Ausgabe - PRISE

Hier lockt Kultur

Viele haben sich in den vergangenen Wochen innovative Wege einfallen lassen, haben dem Publikum ihr kulturelles Angebot z. B. über Online-Rundgänge näher gebracht. Andere hatten diese Möglichkeit nicht. Da ist die Freude groß, dass das kulturelle Leben der Region mit der Wiedereröffnung von Museen und Kunstsälen, diesen wichtigen Freizeit- bzw. Weiterbildungsmöglichkeiten, jetzt einen Schritt in Richtung Normalität geht – natürlich unter besonderen Hygieneanforderungen. Für alle der aufgeführten Häuser gilt: Masken, Begrenzung der Besucherzahl und Nies-Etikette.
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Kulturbäckerei

Das Artrium zeigt noch bis zum 21. Juni 2020 die Arbeit Herr M. von Lukas Heibges. Der Berliner Künstler setzt sich hier anhand von Fotografien mit der Geschichte eines Fälschers auseinander. Der Hintergrund: Zunächst zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, wird Herr M. in der Folge aufwendig observiert, abermals verurteilt und muss schlussendlich eine mehrjährige Gefängnisstrafe antreten. Nach vielfachen Entlassungsgesuchen wird er 2016 wegen Haftunfähigkeit aus dem Strafvollzug entlassen. Mit Hilfe von Bildfragmenten lenkt der Künstler die Aufmerksamkeit auf das Verhältnis, das Menschen zum gegenwärtigen Rechtssystem haben und stellt unseren Blick auf Moral und Gerechtigkeit in Frage.
Eine zweite Ausstellung ist dem Bardowicker Künstler Dietger Luckow gewidmet, 30 seiner Werke können Besucher noch bis zum 21. Juni auf sich wirken lassen. 1975 betitelt Dietger Luckow eine seiner Arbeiten mit „Ordnung und Zufall “ – seitdem bestimmen diese beiden Komponenten in unterschiedlicher Dominanz und Ausprägung das Bildgeschehen des Künstlers. Luckows Werke sind bildgewordene Fragestellungen nach dem Woher – Sosein – Wohin, für deren Beantwortung dem Betrachter jede Freiheit gelassen wird.
Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. 10 bis 18 Uhr; Sa. und So. 13 bis 18 Uhr

Aktuelle Informationen zu Hygienemaßnahmen und besonderen Vorkehrungen gibt es unter
www.kulturbaeckerei-lueneburg.de
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Kloster Lüne

Das Kloster Lüne ist ein ehemaliges Benediktinerinnenkloster und heutiges evangelisches Damenstift. In dem noch jungen Museumsbau von 1995 ist eine der bedeutendsten Sammlungen deutscher hoch- und spätmittelalterlicher Textilkunst zu sehen: Die Textilarbeiten aus der Zeit zwischen dem 13. und 16. Jh. sind gestickte Glaubensinhalte und zeugen von tiefer klösterlicher Frömmigkeit und gottesdienstlicher Pflichtauffassung in jener Zeit. Wer hier auf Entdeckungsreise gehen und mehr über den tiefen Sinn klösterlichen Lebens erfahren möchte, kann dies bei einem geführten Rundgang oder einer ausführlichen Sonderführung. Aufgrund der aktuellen Lage wird darum gebeten, Informationen über Termine telefonisch zu erfragen. Das Gelände selbst ist für Spaziergänge wieder geöffnet.

Aktuelle Informationen zu Hygienemaßnahmen unter
www.kloster-luene.de
Tel: (04131) 5 23 18. 
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Biosphaerium Elbtalaue

Ausstellung. Zu den gewohnt umfangreichen Öffnungszeiten – so bis Ende Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr – können im Biosphaerium Elbtalaue in Bleckede die Ausstellungen wie auch die Fische und Biber wieder besucht werden. Natürlich gibt es auch im Biosphaerium ein paar Einschränkungen, so können Führungen und (Bildungs-)Veranstaltungen vorerst noch nicht wieder stattfinden, da die allgemeinen Kontaktbeschränkungen diesen entgegenstehen. Dank des großräumigen Platzangebotes können sich nicht nur die Gäste im Biosphaerium ganz entspannt an die Vorgaben im Bereich Hygiene und Abstand halten. Zum Abschluss gibt es am Informationstresen gleich noch ein paar Ausflugstipps, um in der Elbtalaue die frische Luft in der weiten Landschaft genießen zu können.
                
Aktuelle Informationen zu Hygienemaßnahmen und Vorkehrungen gibt es unter  
www.biosphaerium.de
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OstpreuSSisches Landesmuseum

Käthe Kollwitz – Die Welt in Schwarz und Weiß, bis zum 6. September 2020 Die Königsbergerin Käthe Kollwitz (1867–1945) erlangte als Grafikerin Weltruhm. Aus Anlass ihres 75. Todestages zeigt das Ostpreußische Landesmuseum eine kleine Auswahl aus ihrem druckgrafischen Werk. Käthe Kollwitz absolvierte ihr Malereistudium in Königsberg, Berlin und München. Doch sie entdeckte, dass ihre Begabung bei der Grafik lag. Sie heiratete den Arzt Karl Kollwitz 1891 und zog mit ihm nach Berlin. Dort entfaltete sie ihre künstlerische Tätigkeit in der Privatwohnung. Die Söhne Hans und Peter wurden 1892 und 1896 geboren. 1898 bis 1903 war Käthe Kollwitz als Lehrerin beim Verein Berliner Künstlerinnen tätig. 1909 begann sie mit plastischen Arbeiten. 1919 wurde sie zur Professorin der Preußischen Akademie der Künste ernannt und bekam ein eigenes Atelier.1933 zwangen die Nationalsozialisten sie, ihre Mitgliedschaft in der Akademie aufzugeben. 1936 erhielt sie ein faktisches Ausstellungsverbot. 1943 verließ sie Berlin wegen der Bombenangriffe. Sie starb am 22.April 1945. Käthe Kollwitz schuf mit ihrem Lebenswerk einzigartige Kunstwerke als Grafikerin, Bildhauerin und Malerin – ihre Themen waren der Krieg sowie soziale Ungerechtigkeit, sie machte mit ihrer Kunst auf Mißstände, Not und Elend aufmerksam. „Sie war ein gütiger Mensch, hatte ganz warme Augen, die einen nicht wieder losließen. Man hatte das Gefühl, man spricht in diese Augen hinein“ – Augen, die nach dem Tod ihre Sohnes Peter im Ersten Weltkrieg voller Tränen und Kummer waren und dessen Tod sie Zeit ihres Lebens nie verwand: Ungeduldig soll die gebrechliche Künstlerin auf ihr Ende gewartet haben. Konnte sie die Gegenwart nicht mehr ertragen? – So nahm ihre Enkelin Jutta die Großmutter in ihren letzten Jahren wahr. Käthe Kollwitz wurde bald nach ihrem Tod wegen ihres künstlerischen Werks und seiner sozialkritischen Aussagen berühmt und verehrt. Bis heute gilt sie als eine der wichtigsten deutschen Künstlerinnen.
Eine Sonderausstellung der Heinz Sielmann Stiftung in Kooperation mit dem Ostpreußischen Landesmuseum ist bis zum 25. Oktober 2020 zu sehen. Der bekannte Tierfilmer und Naturschützer Heinz Sielmann (1917-2006) war seiner Heimat Ostpreußen sein Leben lang verbunden. Aus Anlass seines 100. Geburtstages ist jetzt eine große Ausstellung in Lüneburg zu sehen.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr

Weitere Informationen zu Hygienemaßnahmen und Vorkehrungen
auf 
www.ostpreussisches-landesmuseum.de
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Galerie Esfandiary

Seine Ausstellungsräume an der Dorette-von-Stern-Straße hat Armando Esfandiary zwar aufgegeben, doch Interessierte haben demnächst die Möglichkeit, Bilder aus seiner Privatsammlung anzusehen.

Die Webseite 
www.galerie-esfandiary.de
ist nur noch kurze Zeit verfügbar, der Facebook-Auftritt wird jedoch weiterlaufen.

KUNSTVEREIN Lüneburg

MIROR eröffnet am Freitag, 12. Juni, um 19 Uhr im Ausstellungsraum des KUNSTVEREINS Lüneburg. Die Fachklasse Prof. Cony Theis zeigt bis 26. Juli eine mehrfach gebrochene Videoprojektion, die einzelne Positionen wie auch das Gruppenbild selbst reflektiert. Fragmentierung wirft Fragen über verbindende Elemente auf. Die Rauminstallation lädt ein, in die visuellen Phänomene einzutauchen. Das Schaufenster wird zugeklebt, die Projektion wird nur durch „Gucklöcher“ zu sehen sein.
Öffnungszeiten: Sa. 11 bis 16 Uhr

Aktuelle Infos: 
www.kunstvereinlueneburg.de

Brauereimuseum
                         

Wer noch keinen Spaziergang durch das historische Sudhaus der ehemaligen Kronenbrauerei gemacht hat, hat etwas verpasst. Die Räume gehören zu den beliebtesten Ausflugszielen der Stadt, besichtigt werden können hier die originalen Sudkessel, Gärpfannen, Malzmühlen und mehr am originalen Standort.

Öffnungszeiten:
Täglich außer Montag von 10.00 bis 18.00 Uhr


Aktuelle Informationen zu Hygienemaßnahmen und besonderen Vorkehrungen
gibt es unter
www.brauereimuseum-lueneburg.de
.

Museum
Lüneburg

Energiewende(n) im Museum. Ab 7. Juni zeigt das Museum Lüneburg die Ausstellung „Energiewende(n) – Geschichte, Hintergründe, Visionen“. Die Wanderausstellung des Museum für Energiegeschichte(n) thematisiert das Zukunftsprojekt der Bundesregierung, das seit 2011 immer wieder die Berichterstattung der Medien beherrscht und viele Fragen aufwirft. In einem chronologischen Abriss zeigt die Ausstellung die Entwicklungen der letzten 130 Jahre auf, informiert in Schlaglichtern über die Hintergründe der aktuellen Energiesituation in Deutschland und lenkt den Blick auf innovative Zukunftsprojekte. Interaktive Stationen und Modelle vermitteln physikalische Prinzipien und verdeutlichen die Komplexität funktionierender Energiesysteme. Die Ausstellung, die bis 6. September im Museum Lüneburg zu sehen ist, wurde in Kooperation mit der Klimaschutzagentur Region Hannover und der Avacon Natur erarbeitet und realisiert. Der Eintritt ist für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei, für Erwachsene beträgt er 3 Euro.

Öffnungszeiten:
Familien, Di, Mi 14 bis 18 Uhr und So 10 bis 17 Uhr; Einzelbesucher, Do 14 bis 18 Uhr und Sa 10 bis 17 Uhr; Personen aus Risikogruppen, Fr 14 bis 18 Uhr


Aktuelle Informationen zum Programm sowie zu Hygienemaßnahmen und Vorkehrungen auf
www.museumlueneburg.de
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Kunstraum Tosterglope

HÖRPROBEN heißt die Produktion mit 17 Klangkünstlern, von denen viele bei Ulrich Eller an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig studiert haben, und die eigentlich aktuell im Kunstraum Tosterglope laufen sollte. Jetzt gibt es sie stattdessen als Katalog: Die Konzepte werden fotografisch und mit Zeichnungen dokumentiert. Auf der Internetseite des Kunstraums wird die Produktion ergänzt mit Klang- und Videobeispielen.
Poesie der Auflösung ist der Titel der Ausstellung, die am Sonnabend, 20. Juni, 16 Uhr eröffnet wird. Die Berliner Künstler Elena Gavrisch, Thomas Keller und Sladjan Nedeljkovic setzen die großen Fragen und Systeme der Welt ins Verhältnis zur ländlichen Position des Kunstvereins im 250-Seelen-Dorf: Klima, Globalisierung, Digitalisierung, Ökologie und Nachhaltigkeit.
Die Fülle der Zwischenräume – eine Ausstellung für alle. Im Herbst möchte der Kunstraum eine von allen zusammengetragene offene Sammlung künstlerischer Werke ausstellen. Zum breiten Thema „Die Fülle der Zwischenräume“ sind alle eingeladen, etwas beizutragen. Alle künstlerischen Genres sind möglich. Anmeldung noch bis Sonntag, 12. Juli, 18 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr

Es ist ratsam, dass sich die Besucher*innen telefonisch anmelden unter
Tel. (05851) 1291 oder per Mail: 
info@kunstraum-tosterglope.de
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weil die Besucherzahlen beschränkt sind.

Deutsches Salzmuseum

Über 1000 Jahre lang bestimmte das weiße Gold das Leben unserer Stadt, das Salzmuseum bringt seinen Besuchern das unscheinbare und doch faszinierende weiße Körnchen näher und nimmt sie mit auf eine interaktive Reise in die Vergangenheit. Ein Muss für Geschichtshungrige und Lüneburgliebhaber.

Öffnungszeiten:
Für Familien: Dienstag, Mittwoch 10 bis 14 Uhr und Sonntag 10 bis 17 Uhr. Für Einzelbesucher*innen: Donnerstag 10 bis 14 Uhr
und Samstag 10 bis 17 Uhr. Für Personen aus Risikogruppen Freitag 10 bis 14 Uhr.


Aktuelle Informationen zu Hygienemaßnahmen und besonderen Vorkehrungen
gibt es unter
www.salzmuseum.de
.
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Noch mehr Kultur...

Die folgenden Einrichtungen waren bei Redaktionsschluss noch nicht wieder geöffnet. Hier bitten wir Sie, aktuelle Informationen telefonisch zu erfragen.

Halle für Kunst,

Tel.: 04131 402001

Feuerwehrmuseum
Lüneburg,
Tel.: 04131 30120

Archäologisches Museum

Oldendorf, Tel.: 04132 920943
Fotos: nh/Ostpreußische Landesmuseum (2); nh/©lukasheibges.com (1); Tonwert21.de (2); nh/©Biosphaerium (1); nh/be; ; nh/Heinz Sielmann Stiftung; nh/Heiko Wommelsdorf; nh/Museum Lüneburg